Silber und Bronze für TG Nettetal

Bei den Polish Open in Warschau erkämpften sich die Athleten der TG Jeong Eui Nettetal Silber und Bronze und zeigten sich in guter Form. Für die 13-jährige Emel Karagöz war es der letzte Test vor der Kadetten-Europameisterschaft
Anfang Oktober in Ungarn.

                                                                                                                                                                                                                                                                                                 In ihrer Klasse -59 kg traf sie im ersten Kampf auf die Ungarin Lili Kiraly. Die Nettetalerin legte stark los und konnte die ersten Kopftreffer setzen die bei den Kadetten noch von den Kampfrichtern gepunktet werden müssen. Leider gab eine Kampfrichterin die Punkte nicht so das Karagöz weiterarbeiten musste. Ab der zweiten Runde wurden die Aktionen immer deutlicher und Punkt für Punkt baute die Schülerin des Werner-Jäger-Gymnasiums ihre Führung aus. Ohne Gegentreffer gewann Karagöz überaus souverän mit 17:0 und zog ins Halbfinale ein. Dort traf sie auf die Tschechin Izabela Ranecka.


Ebenso wie im Kampf zuvor hatte die Kaldenkirchnerin ihre Gegnerin von Beginn an im Griff und setzte tolle Aktionen im Besondern zum Kopf und hatte auf die Angriffe der Tschechin immer die richtige Antwort. Sie bewegte sich gut. Am Ende ging auch dieser Kampf souverän mit 17:2 an Karagöz, die auch in diesem Kampf lediglich zwei Minuspunkte kassierte und keinen Gegentreffer.
Auf das anstehende Finale gegen ihre Bundeskaderkameradin Viviana Valentino die bei der EM bis 55 kg startet, verzichtete Karagöz 3 Wochen vor der Europameisterschaft.

                                                                                       Beide Bundeskaderathletinnen hatten ihre Kämpfe jeweils souverän gewonnen so das ein Finale keinen Sinn machte an dieser Stelle. Zumal Karagöz nach dem Bundeskader- lehrgang die Woche über nicht trainieren konnte da sie gesundheitlich angeschlagen war.

Es war gelungener Test vor der Europameisterschaft in Ungarn. Vieles stimmt schon jedoch haben wir noch einige Dinge die wir in den nächsten erarbeiten müssen für die EM, resümiert Trainer Björn Pistel.

Madeline Folgmann ging in ihrer Gewichtsklasse bis 53 kg an den Start und traf nach Freilos in der ersten Runde auf die Norwegerin Andrea Green. Die Hinsbeckerin ließ der Norwegerin keine Chance und gewann den Kampf durch viele energische und starke Aktionen mit 23:2 vorzeitig, in der dritten Runde.

Im Viertelfinale sollte es nicht so leicht werden für die Kämpferin vom Niederrhein. Hier traf sie auf die starke Britin Courtney Eardley die im Vorkampf gegen Polen eine starke Leistung gezeigt hatte. Folgmann kennt die Britin zudem bereits vom Trainingslager in Manchester dieses Jahres und wusste um ihre Stärke. Folgmann schaffte es in der ersten Runde schnell in Führung zu gehen, jedoch absetzen konnte sie sich nicht. Der Kampf blieb spannend und offen.

In der zweiten Runde ging dann erstmalig die Britin mit 5:6 in Front, was Folgmann aber zum Ende der Runde in ein 8:8 drehen konnte. In der letzten Runde blieb Folgmann ruhig und kontrollierte den Kampf. Sie siegte am Ende mit 12:9 und zog ins Halbfinale ein, gegen die Dachauerin Ela Aydin.

Die Neuauflage des U21 Europameisterschaftsfinale verlief diesmal nicht zu Gunsten der Nettetalerin. Folgmann war etwas hart und es fehlte die Spritzigkeit ein wenig. Hinzu kam das Folgmann einige Kopftreffer landen konnte diese aber von der Elektronik nicht erfasst wurden. Von daher gab Folgmann zwar alles, gerade in der letzten Runde. Aber es sollte an diesem Tag gegen die starke Dachauerin nicht sein und der Kampf ging mit 2:11 verloren.
Trotzdem hat es Folgmann wieder geschafft einen Medaillenrang zu erreichen und freut sich über die Punkte und die Medaille die sie mit nach Nettetal nimmt.

Auch wenn der Sprung nach ganz oben nicht geklappt hat, zeichnet sich Folgmann durch ihre Kontinuität aus und liefert immer wieder ihre Leistung ab. Viel Zeit zum Durchatmen bleit nicht, denn nach der Rückreise am Montag geht es am Dienstagmorgen gleich weiter zum Grand Prix nach Rabat (Marokko).

Raoul Heurs der in der Klasse Jugend -63 kg startete kämpfte stark gegen Dänemark und führte lange gegen den starken Dänen. In der dritten Runde verlor Heurs leider ein wenig die Linie und musste am Ende eine knappe Niederlage mit 13:14 hinnehmen. Schade denn er hat eine deutliche Leistungssteigerung zu seinen letzten Turnieren gezeigt und den Sieg verdient gehabt. Auf diese Leistung können wir aufbauen, in seinem ersten Jahr in der Jugend.
Insgesamt bin ich mit der Leistung und zwei Medaillen natürlich sehr zufrieden bei einem International stark besetzten Turnier wie den Polish Open.