Folgmanns erstes Grand Prix Finale

Madeline Folgmanns hatte mit dem Erreichen des Grand Prix Finales in diesem Jahr ein weiteres hoch gestecktes Ziel erreicht und den Sprung unter die  Besten 16 der Welt ihrer Olympischen Gewichtsklasse bis 57kg geschafft.

 

Folgmann gehörte zu einer von vier Deutschen Frauen die den Sprung in die Top 16 geschafft haben, in diesem Jahr. Vor Ort war neben Folgmann nur noch Anna Lena Frömming, zwei weitere mussten Krankheits- und Verletzungsbedingt absagen.

Wir haben das Ziel Olympia und da ist es extrem wichtig sich im Grand Prix Circuit zu etablieren, da dort viele wichtige Punkte vergeben werden für die Olympische Rangliste. Denn die besten 8 erhalten ein direktes Ticket zu den Spielen in Tokyo.

Also war das Erreichen des Grand Prix Finales in der Elfenbeinküste schon ein wichtiger Meilenstein den wir genommen haben in diesem Jahr.

Wer Madeline Folgmann kennt, weiß das für die junge Sportstudentin einfach nur dabei sein nicht alles ist und so hat sie sich für ihr letztes Turnier in diesem Jahr viel vorgenommen.

Die Vorzeichen waren leider nicht die Besten, Folgmann bekam in Abidjan einen leichten Infekt und die Bundestrainerin Damen war nicht mit vor Ort, so dass der Bundestrainer der Herren die beiden Deutschen Damen mit übernehmen musste, vor Ort In der Elfenbeinküste. Dieser beide natürlich kennt aber nicht im Detail und die Gegnerinnen der einzelnen Gewichtsklassen ebenso wenig.

Die Auslosung war mehr oder weniger im Vorfeld klar und Folgmann traf wie schon beim Grand Prix in London auf die Vize-Weltmeisterin aus Russland Kudashova, die nach Trainer Pistel die kompletteste Kämpferin des Starterfeldes aus der 53kg Klasse ist.

Folgmann schaffte es in der ersten Runde gegen die Vize-Weltmeisterin mit 3:2 in Führung zu gehen, danach wurden dann jedoch die Beine sehr schwer und es lief nichts mehr zusammen. Die Nettetalerin konnte nicht auf ihre gute Physis zurückgreifen und kassierte zum Teil leichte und vermeidbare Treffer. Es war einfach nicht ihr Tag und die Russin zeigte sich in sehr guter Form und erkämpfte sich am Ende den dritten Platz beim Finalen Grand Prix.

Natürlich war die Seenstädterin zunächst niedergeschlagen, aber das ist Sport, man muss akzeptieren das der Körper keine Maschine ist und bei manchen Wettkämpfen so viel zusammen kommt was einen Sieg nicht möglich macht.

Mit dem Grand Prix Finale geht für Madeline Folgmann ein sehr erfolgreiches Jahr zu Ende mit ihrem Europameistertitel der U21, einem 3 Platz bei der Universiade und vielen guten Platzierungen bei Grand Prix und weiteren Open Turnieren sowie dem 9. Platz bei der WM.

Mit den gesammelten Punkten haben wir eine gute Basis für die nächsten Jahre gelegt, in denen die Weiterentwicklung im Vordergrund steht um sich weiter in den Ranglisten nach vorne zu arbeiten.

Nachdem in diesem Jahr keine Woche Urlaub für die Nationalkämpferin drin war, da ein Highlight das Nächste jagte, ist jetzt erst mal 2 Wochen Pause und erholen angesagt. Nach der abschließenden Gala der World Taekwondo für alle Teilnehmer des Finalen Grand Prix geht es für Folgmann nach Hause und in eine wohlverdiente Auszeit, um wieder Kraft und Energie zu tanken, für das Wettkampfjahr 2018. Dies startet Ende Januar mit der Deutschen Meisterschaft gefolgt von den US Open in Las Vegas.