Bronze bei den US Open

Bei den US Open im US-amerikanischen Las Vegas erkämpft sich die frisch gebackene Deutsche Meisterin Madeline Folgmann von der TG Jeong Eui Nettetal die Bronzemedaille in ihrer Gewichtsklasse bis 53 Kg.

Nach der Deutschen Meisterschaft ging es am Montag sofort zum Flughafen wo die Reise mit dem Flieger über Dublin und Los Angeles ging. Von da aus bestritten Folgmann und Pistel die Reise weiter mit dem Leihwagen durch die Wüste nach Nevada. Die Reise-strapazen steckte Folgmann gut weg. Waren die Beine am Dienstag bei den beiden Trainingseinheiten noch etwas schwer so war es am Mittwoch nach der Waage beim abschließendem Training schon viel besser, sodass sie am Donnerstag topfit bei dem G2 Turnier starten konnte.

Die Auslosung bescherte ihr als gesetzte Athletin in der ersten Runde ein Freilos. In Runde zwei traf sie auf die Mexikanerin Marina Torres. Die Seenstädterin fand nicht gleich den optimalen Rhythmus obwohl sie den Kampf kontrollierte. Mit einem 10:1 Sieg zog sie eine Runde weiter. Gegen die Amerikanerin Taylor Macleod war das Timing da und Folgmann gelang ein perfekter Kampf, in dem sie viele auch spektakuläre Aktionen setzen konnte. Mit 23:0 ging dieser Kampf dann auch vorzeitig aus. Damit stand Folgmann im Viertelfinale im Kampf um einer der begehrten US Open Medaillen.

Hier traf die Nettetalerin auf die in den Vorrunden stark auftrumpfende US-Amerikanerin Samantha Leong. Es war ein spannender und vor allem harter Fight, denn die Amerikanerin war nicht nur sehr schnell, sondern zudem auch knallhart in ihren Techniken. Die Führung wechselte zwischen den beiden Kontrahentinnen immer wieder hin und her. In der letzten Runde schaffte es Folgmann jedoch dann ein Punktepolster als Vorsprung heraus zu arbeiten.
In den letzten Sekunden des Kampfes stemmte sich Leong noch einmal mit allem was sie hatte gegen die drohende Niederlage. Folgmann musste ihre ganze Routine einsetzen um den Vorsprung über die Zeit zu bringen. Dies gelang und sie zog mit 13:11 ebenso wie im vergangenen Jahr ins Halbfinale ein. Hier traf sie auf die Chinesin Xiaojing Wei. Sie hatte die Vorrunden klar dominiert und ihre Größe dabei ausgespielt. Folgmann kannte Wei bereits von der Universiade im vergangenen Jahr. Seitdem hat die Chinesin jedoch einen unvorstell-baren Leistungssprung gemacht. Trainer Pistel und Folgmann waren nach ihren Analysen aus den Vorkämpfen also gewarnt.

Die erste Runde präsentierte sich Folgmann sehr stabil und hielt mehr als mit. In der zweiten Runde verlor Folgmann in einer Aktion etwas die Kontrolle was die Chinesin sofort ausnutze und einen Doppelkopftreffer landen konnte. Diesen Vorsprung musste Folgmann nun versuchen wieder wettzumachen. Erschwerend hinzu kam, dass der Kampfleiter in der Mitte eine Regel übertrieben strickt auslegte und beiden Kämpferinnen immer wieder in Angriffsaktionen Minuspunkten vergab. Das machte es der Hinsbeckerin umso schwerer ihr aggressives Taekwondo auf die Matte zu bringen. Mit 11.7 ging es dann in die letzte Runde in der Folgmann alles gab um die Wende herbeizuführen.

Doch an diesem Tag war gegen die starke Chinesin die später die US Open gewann nichts auszurichten. Folgmann unterlag mit 9:26. Schade das die Unachtsamkeit in der 2. Runde den Kampf frühzeitig entschieden hat sonst wäre vielleicht mehr drin gewesen. Trotzdem können wir mit dem Ergebnis zufrieden sein, der 3. Platz und damit 7,2 Punkte für die Olympische- und Weltrangliste sind ein guter Start in die Open Saison 2018.

Zum zweiten Mal, nach der Platzierung im letzten Jahr, wieder einen Medaillen Rang bei den US Open zu belegen, ist eine tolle Leistung und zeigt die Kontinuität in der Leistung der Kämpferin vom Niederrhein. Am 17.02. geht es für Folgmann zu den Egypt Open nach Alexandria wo ein kurzes Trainingslager voran geschoben worden ist, vom Bundesverband.