TGN`s Goldene Ausbeute bei den German Open

Bei den German Open in Hamburg erkämpfen sich Madeline Folgmann und Emel Karagöz von der TG Jeong Eui Nettetal die Goldmedaille. Beide Athletinnen stellten sich der internationalen Konkurrenz und setzten ihre Erfolgsserien dieses Jahres fort. 

Madeline Folgmann die bei den German Open an Nummer 1 gesetzt war traf nach einem Freilos auf die Schweizerin Tatiana Miccoli mit der sie es an Ostern noch beim President Cup in Marokko zu tun hatte. Von Anfang an hatte sie die Schweizerin im Griff und setzte starke Aktionen, die sie schnell in Führung brachten und am Ende mit 19:2 ins Viertelfinale brachten.

Dort traf die Seenstädterin auf die Japanerin Miyu Yamada. Die sehr athletische und konditionsstarke Japanerin verlangte Folgmann alles ab. Ab der zweiten Runde lag Folgmann deutlich vorne aber die Japanerin lies keine Sekunde locker und setzte einen Angriff nach dem nächsten und war immer gefährlich gerade zum Kopf. Folgmann hatte aber immer die richtige Antwort parat und setzte nach jeder guten Aktion der Japanerin ihrerseits starke Aktionen so dass sie ihren Vorsprung wahren und ausbauen konnte.
Nach einer unglaublichen Energieleistung von beiden Athletinnen zieht Folgmann mit 32:18 ins Halbfinale ein. Dort traf sie auf die Österreicherin Christina Schönegger.

Der Sportstudentin aus Nettetal fehlte zu Beginn etwas die nötige Spannung gegen die Alpenländerin, die es sehr clever machte und die Angriffe Folgmanns sehr gut parierte und selber punktete. Ein klarer Kopftreffer wurde Folgmann aberkannt und so stand es Ende der zweiten Runde 1:6 für die Österreicherin. Jetzt legte Folgmann jedoch den Hebel um und erhöhte die Schlagzahl deutlich. Dem war Schönegger nur eine halbe Runde gewachsen. Nach 1 Minute brachte Folgmann Punkt um Punkt ins Ziel und gewann am Ende mit 10:6 und zog ins Finale ein. Dort traf sie auf die Taiwanesin Po Ya Su die zuvor in ihrem Halbfinale Julia Ronken besiegen konnte.

In der ersten Runde versuchten beide Athletinnen mit starken Aktionen aus dem vorderen Bein zu Punkten ohne Erfolg und so ging es mit 0:0 in die zweite Runde. Hier wechselte Folgmann die Auslage und zwang die Taiwanesin zum Halten im Infight für das sie einen Minuspunkt bekam. Erneut im Infight punktet Folgmann zum 3:0 bekommt jedoch einen Minuspunkt und kassiert einen Kopftreffer zum 3:4. In der 3 Runde erhöht Folgmann wieder den Druck und stört die Angriffe der Asiatin früher als in den beiden Runden davor. Das funktioniert sehr gut und die Nettetalerin schafft es mit 8:4 in Führung zu gehen.
Die Taiwanesin gibt jetzt noch mal alles, doch Folgmann bringt den Vorsprung, wenn auch Knapp mit 8:7 über die Zeit und gewinnt die German Open, das G1 Turnier von Deutschland und sichert sich 10 Punkte für die Weltrangliste.

Abgesehen vom ersten Kampf waren das drei hochintensive Kämpfe die Madeline alles abverlangt haben und sie hat ihre Form der letzten Monate erneut eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Das war ein weiterer wichtiger Schritt nach vorne, aber wir haben auch gesehen woran wir in den nächsten Wochen zum President Cup von Europa in Athen und der Europameisterschaft in Kazan (Russland) im Mai arbeiten müssen. Intensive Wochen stehen bevor, aber die Goldmedaille ist der richtige Rückenwind dafür.

Bei den Kadetten setzte die 14 Jahre alte Nettetalerin Emel Karagöz ihre Finalserie in diesem Jahr fort. Denn bei allen Turnieren, bei denen sie in diesem Jahr angetreten ist zog sie ins Finale ein. In Hamburg hatte es die junge Athletin der TGN im Viertelfinale mit der Französin Yasmin Abouchdak zu tun. Karagöz zeigte von Beginn an eine sehr gute Leistung gegen die Französin, die dem Angriffsdruck der Niederrheinerin nicht viel entgegen zu setzen hatte. Mit einem deutlichen 16:2 zog sie ins Halbfinale ein.

Dort traf sie auf die spanische Kämpferin Elena Cantarero Velasco. Hier machte das junge Talent da weiter wo sie im ersten Kampf aufgehört hatte und zeigte ihre Klasse gegen die Spanierin. Gerade mit sehr schönen Kopftreffern machte Karagöz ihrer Gegnerin zu schaffen. Am Ende versuchte die Spanierin zwar alles um den Kampf zu wenden, aber Karagöz blieb souverän und gewann am Ende mit 14:3 und war erneut im Finale angekommen. Hier traf sie erneut auf eine Französin, die sie bereits von den Belgium und Dutch Open kannte.

Bei beiden Open ging die Nettetalerin gegen Noemie Rodrigues als Siegerin von der Fläche. In der ersten Runde des Finales lief der Kampf noch verhalten und beide kamen nicht richtig mit ihren Aktionen durch, so dass es mit 0:0 in die zweite Runde ging. In dieser musste die Nettetalerin einen Minuspunkt hinnehmen zum 0:1. Karagöz erhöhte von dort an den Druck deutlich und setzte in der dritten Runde die entscheidenden Treffer zum 8:1 Sieg über die Französin, die sich sehr gut auf uns eingestellt hatte erklärt Trainer Björn Pistel. Gold für Emel Karagöz bei ihren ersten German Open in der Hansestadt.

Ihre Konstanz ist beeindruckend. Emel lebt von ihrem starken offensiven Taekwondo, mit dem viele ihrer Gegner meist nicht klarkommen. An ihrem defensiv Verhalten werden wir weiter arbeiten denn dort schlummern noch die größten Potenziale der jungen Athletin aus Nettetal. Ihr nächstes Turnier ist ebenfalls der Presidents Cup in Athen in zwei Wochen.