Platz 9 beim Grand Prix in Moskau

Madeline Folgmann von der TG Jeong Eui Nettetal beendet den zweiten Grand Prix in diesem Jahr mit Platz 9. Unter den besten 32 der Olympischen Klasse bis 57kg wäre nach dem 5. Platz in Rom auch in Russlands Hauptstadt mehr drin gewesen. 

Die Auslosung bescherte Folgmann gleich ein deutsch-deutsches Duell. Die Deutsche Vize Meisterin Roxana Nothaft. Folgmann konnte die Nürnbergerin bereits zweimal in diesem Jahr besiegen. Bei den Deutschen Meisterschaften und bei den Sofia Open. Jüngst konnte Nothaft jedoch durch den Sieg bei den Luxemburg Open, wo Folgmann nicht startete, wieder ihre internationale Klasse unter Beweis stelle. Beide kennen sich natürlich von vielen Kaderlehrgängen sehr gut, daher war die erste Runde relativ abtastend ohne große Highlights.
Mit 0:0 ging es in die zweite Runde wo beide jetzt zulegten. Folgmann sicherte sich am Ende dieser Runde mit einer tollen Aktion zur Weste die 2:0 Führung. In der dritten Runde war Folgmann jetzt clever und konterte Nothaft gekonnt aus, blieb aber selber auch aktiv im Kampf. Mit einem Konter Cut Kick zum Kopf baute sie die Führung zum 5:0 aus.  Ein weiterer Körpertreffer mit einem Push Kick brachte das 7:0. Ein krachender Kopftreffer wurde leider nicht gewertet. Nothaft musste kurz behandelt werden, vom Turnierarzt, konnte aber weiter machen, kam aber nicht mehr ran. So zog Folgmann mit 7:1 sicher in die Runde der besten 16 ein.

Hier traf die Nettetalerin auf die erfahrene Olympia Teilnehmerin aus Belgien, Rahele Asemani. Beide tasteten sich zunächst ab, beim ersten aufeinandertreffen der Beiden. Asemani fing Folgmanns Angriffe immer wieder ab und kämpfte gewohnt stabil. Folgmann war etwas zu zurückhaltend und macht die Belgierin dadurch stark. Die nutzte dies zur 0:5 Führung nach der ersten Runde. Diese baute sie in der zweiten Runde auf 0:8 aus. Jetzt fing sich Folgmann und setzte nun ihre Angriffe energischer. Damit hatte Asemani sichtlich Probleme und Folgmann kämpfte sich Punkt für Punkt heran und schaffte den Ausgleich zum 8:8 gegen die Olympiafünfte, von Rio. In der letzten Runde blieb es lange bei diesem 8:8. Leider verpasste es die Seenstädterin da weiter zu machen, was in der zweiten Runde gut funktioniert hatte. Nach einem Fehler nach Angriff von Folgmann konterte Asemani zum Kopf mit einem Doppeltreffer. Jetzt baute die Sportstudentin zu ungestüm ihre Angriffe auf und verlor die Linie und machte es der Belgierin einfach zu kontern. Am Ende unterliegt sie deutlicher als der Kampf war mit 13:23.

Es wäre mehr drin gewesen für Folgmann gegen die starke Belgierin. Aber dafür muss sie ihre Linie behalten und muss auch bei Rückstand wie in der zweiten Runde, clever ihre druckvollen Angriffe anbringen. Zudem war die Nettetalerin zu offen am Kopf gegen die Olympiateilnehmerin. Das wird ein Schwerpunkt in der Vorbereitung auf den nächsten Grand Prix in Taiwan sein, im September. Es kann nicht immer alles klappen, daher Platz 9 und die damit verbundene 6.05 Punkte mitnehmen, aus den Fehlern lernen und weiterarbeiten.

Jetzt heißt es allerdings erst mal eine Woche regenerieren und erholen für die Nummer zwei der Weltrangliste. Kraft tanken für den Rest des Jahres wo noch 3. wichtige Grand Prix folgen. In der kommenden Woche stehen dann nur leichte Läufe auf dem Programm um dann wieder voll mit neuem Elan ins Training einzusteigen.