Grand Prix in Manchester

Der Grand Prix in Manchester lief für die Nationalkämpferin Madeline Folgmann aus den Reihen der TG Nettetal nicht den Erwartungen entsprechend. Trotz guter Vorbereitung war der Druck groß für die Niederrheinerin.

Nach einer sehr guten ersten Hälfte 2018 mit vielen Erfolgen bei G1 und G2 Turnieren, dem 3. Platz bei den Europameisterschaften und einem 5. Platz beim Grand Prix in Rom und dem damit verbundenen Aufstieg in Welt- und Olympic Ranking stiegen natürlich berechtigt die Erwartungen. Diesen muss man lernen gerecht zu werden. Nach den beiden letzten Grand Prix in Taiwan und hier in Manchester die nicht gut gelaufen sind heißt es jetzt nicht alles schlecht zu reden, sondern aus den Niederlagen die richtigen Schlüsse ziehen um diese positiv für die Zukunft zu nutzen um stärker als zuvor zurück zu kommen.

Das setzen in Manchester nach der Olympischen Rangliste bescherte Folgmann die junge und aufstrebende Lettin Jolanta Tarvida. Die an 8. gesetzte Nettetalerin war in der ersten Runde verkrampft und es fehlte die Lockerheit in ihren Aktionen, so dass die Lettin gleich zwei Mal zum Kopf punkten konnte. Mit einem 0:7 Rückstand ging es in die zweite Runde in der Folgmann mächtig Druck machte um den Rückstand aufzuholen. Es gelang und die Deutsche Nationalkämpferin arbeitete sich auf 5:9 heran.

Trotzdem blieb sie verkrampft und die Aufholjagd hatte sehr viel Kraft gekostet. In der letzten Runde gab Folgmann noch mal alles und versuchte den Kampf zu drehen. Am Fighting Spirit und ihrem Willen zu gewinnen lag es nicht, dass sie der Lettin am Ende mit 11:21 unterlag. Die Lockerheit und Leichtigkeit fehlte der Umgang mit dem Druck von außen aber auch der eigenen Anspruchshaltung gerecht zu werden ist jetzt die Aufgabe der sich Folgmann wieder stellen muss.

Niederlagen gehören zum Entwicklungsprozess eines Athleten wie Siege. Ein Sieg wie eine Niederlage mit der richtigen Aufarbeitung im Anschluss bringen den Athleten weiter in seiner Entwicklung. Diese wollen wir weiter mit aller Leidenschaft und Engagement voran treiben für die kurzfristigen wie langfristigen Ziele.

Trotz der Niederlage war der Grand Prix in Manchester wieder ein super Event aus dem man wieder Motivation schöpfen kann. Die Briten schaffen es immer wieder aus ihren Veranstaltungen etwas Besonderes zu machen. Zum einen von der gesamten Organisation und Präsentation aber auch von der Leidenschaft der Zuschauer, die die Wettkämpfer feiern und eine super Stimmung in der Halle verbreiten.

Next Stop Kroatien Open am 2. November Wochenende.