TGN all over the world

Während Madeline Folgmann mit der Damen Nationalmannschaft ins Ägyptische Hurghda gereist ist zu den Egypt Open G2 Turnier, reiste ihr Trainer Björn Pistel mit Jugend Kämpfer Raoul Heurs ins slowenische Ljubljana zu den Slovenia Open.

Die Weltranglisten 3. Folgmann traf in ihrem ersten Kampf nach Freilos auf die Ägypterin Farida Amr. Sofort zu Beginn des Kampfes sorgte die Nationalkämpferin für klare Verhältnisse und setzte zwei Kopftreffer zum 6:0. Am Ende stand ein klarer vorzeitiger 25:5 Sieg und der Einzug ins Viertelfinale. Dort traf Folgmann auf die italienische Nationalmannschaft Kämpferin Erica Nicoli. Folgmann zeigte ihre Erfahrung und spulte den Kampf souverän ab. Sie störte Nicoli sehr effektiv und setzte ihrerseits immer wieder klare Aktionen zur Weste. Am Ende zieht sie verdient mit 10:3 ins Halbfinale ein.

Bis hierher hatte sich auch Tijana Bogdanovic aus Serbien vorgekämpft. Die Olympia zweite kennt Folgmann aus vielen Begegnungen gut. Die erste Runde war sehr gut aus Sicht der Seenstädterin. Sie störte die Serbin sehr effektiv und so ging es mit 0:0 in die zweite Runde. Hier verließ Folgmann ihre Marschrichtung und machte von sich aus zu wenig Druck nach vorne. Dies machte die Serbin stark die dies sofort zum Punkten ausnutzen konnte. An diesem Tag war gegen die starke Serbin kein Kraut gewachsen und Folgmann musste sich im Halbfinale geschlagen geben.

Da ist noch deutlich Luft nach oben meinte die Seenstädterin mit dem Adler auf der Brust selbstbewusst. Was ich gut gemacht habe nehme ich mit und an dem Rest muss ich jetzt hart arbeiten. Mit Bronze sichert sich Folgmann die erste Medaille des Jahres und die damit verbundenen 7,2 Punkte für die Ranglisten. Aber an die denken wir zurzeit nur am Rande. Wir denken von Kampf zu Kampf und müssen immer wieder an unsere optimale Leistung denken. So kommen wir langfristig ans Ziel. Nächste Woche geht es für Folgmann und Pistel schon gleich weiter nach Las Vegas zu den US Open. Der Turnierplan ist eng gespickt für die nächsten Wochen für das Erfolgsduo vom Niederrhein.

Bei den Slowenien Open in Ljubljana lief es für Raoul Heurs in der Klasse bis 73 kg der Jugend nicht ganz so rund. Lange musste der Nettetaler einem frühen Rückstand gegen den Slowenen Tilen Ajhmajer hinterher. Zwei klare Kopftreffer brachten leider keine Wertung so dass der Ausgleich zum 8:8 erst sehr spät in der letzten Runde fiel. Quasi mit dem Ende der Runde hatte Heurs sehr viel Pech und kam zu Fall aus dem Infight heraus und kassierte damit einen Minuspunkt.
hDas Videoreplay gab leider dem Schiedsrichter recht, dass die Aktion noch hauchdünn in der Zeit war. Dadurch war die Niederlage in der Vorrunde besiegelt für Heurs mit 8:9.

Da wäre nicht nur mehr drin gewesen, sondern auch mehr verdient gewesen für den ambitionierten Gymnasialschüler. Das ist aber Sport, manchmal schlägt Fortunas Pendel zur anderen Seite aus.

Für Heurs gehts schon in zwei Wochen bei den Dutch Open in Eindhoven weiter.