Erkämpfte Medaille bei den Belgium Open

Bei den Belgium Open erkämpft sich Madeline Folgmann von der TG Nettetal im Aufgebot der deutschen Nationalmannschaft erneut eine Medaille. Das hochkarätig besetzte G2 Turnier, dass die doppelten Punkte im Angebot hatte, zog über 1600 Athleten nach Lommel. Nach drei sehr intensiven Kämpfen war im Halbfinale der Akku der Nettetalerin etwas leer, so das gegen die sehr effektive Spanierin im Halbfinale nicht mehr drin war.

Auf dem Weg zur Bronzemedaille traf die Nationalkämpferin in ihrem ersten Kampf auf die Vize-Jugendweltmeisterin von 2016 aus Schweden Rim Bayaa, die im Vorkampf gegen Dänemark dominieren konnte. Bayaa machte es Folgmann zu Beginn der Begegnung sehr schwer und ging mit 0:6 in Führung. Ab der zweiten Runde legte Folgmann den Hebel um und gab Gas. Die Schwedin steckte jedoch nicht auf, so dass die Nettetalerin ein hohes Tempo gehen musste, um den am Ende klaren Sieg einzufahren mit 23:16. Harte Arbeit gleich in der ersten Runde.

Im Achtelfinale sollte es nicht einfacher werden. Die Brasilianische Nationalkämpferin Carolina Araujo zeigte sich in den Vorkämpfen wie auch gegen Folgmann als sehr stabil und treffsicher und hatte eine starke Deckungsarbeit. Die Sportstudentin musste  viele Situationen kreieren, um Treffer zu landen und immer selber auf der Hut zu sein. In einem ausgeglichenen Kampf stand es am Ende der letzten Runde 10:10. Der Golden Point in der 4 Runde musste die Entscheidung bringen. Folgmann behielt einen klaren Kopf und übernahm die Offensive und machte den entscheidenden Punkt, mit einem Westentreffer.

Im Medaillenkampf im Viertelfinale ging es gegen die Ungarin Luca Patakfalvy, die in ihrem Achtelfinale eindrucksvoll die Dachauerin Ela Aydin ausschalten konnte, die ebenfalls im Aufgebot der deutschen Nationalmannschaft stand. Es war von Beginn an einen hochintensiven Kampf auf allen Ebenen. Konditionell sowie taktisch forderten beide Top-Athleten sich alles ab. Folgmann musste hohes Tempo gehen; um in der letzten Runde in Führung zu gehen, mit 9:7. Patakfalvy schaffte aber den Ausgleich zum 9:9. Erneut musste die Nettetalerin in die vierte Entscheidungsrunde. Dort war es Folgmann unbändiger Siegeswille, der die Entscheidung brachte. Sie setzte einen Angriff nach dem Nächsten und erzwang den entscheidenden Treffer auf die Weste der Ungarin.

Die Medaille war nach diesem Kampf hart erkämpft im Sack. Die drei intensiven Kämpfe hatten jedoch Körner gekostet. Im Halbfinale gegen die effektive Spanierin Tania Garcia Romero war leider nichts zu holen. Romero setzte gekonnt die Treffer und unterband mit ihrem vorderen Bein Folgmanns Angriffspower, oft im Keim. Die Nationalkämpferin ging in der letzten Runde noch mal an ihre Grenze, fand aber kein Mittel gegen die Spanierin und musste sich mit Bronze zufrieden geben nach 3:12.

Nach dem Finale letzte Woche in Eindhoven wieder eine Medaille zu holen war wichtig und unterstrich wieder Folgmanns Konstanz, gerade gegen die starke nationale Konkurrenz auf dem Weg zur Weltmeisterschaft in diesem Jahr.

Das Programm die letzten Wochen war hart und bleibt die nächsten Wochen auch so. Darauf haben wir uns vorbereitet und entsprechend die Grundlagen gelegt. Am nächsten Wochenende geht es zu den nationalen Titelkämpfen nach Nürnberg wo die Deutschen Meister ausgekämpft werden. Hier muss sich Folgmann in der wohl am stärksten besetzten Gewichtsklasse Deutschlands gegen ihre Konkurrenz behaupten.