Platz 9 bei der WM für Madeline Folgmann

Die Nationalkämpferin Madeline Folgmann von der TG Nettetal hatte sich für Ihre 4 Weltmeisterschaft viel vorgenommen und reiste mit einem guten Gefühl nach Manchester. Dort kämpfte sie sich bis ins Achtelfinale vor und schied nach einem ganz knappen Kampf gegen Marokko aus.

Das tut echt weh und frustriert berichtet die 22-jährige Folgmann nach ihrer Niederlage. In der ersten Runde bescherte ihre gute Position in der Weltrangliste ihr ein Freilos. Vor dem ersten Kampf gegen die Kanadierin Charlotte Brown fühlte sie sich sehr gut und zeigte beim Aufwärmen die richtige Körpersprache, erklärt Trainer Pistel. Im Kampf dann selbst wirkte sie dann etwas hart und gehemmt und musste zunächst einem Rückstand hinterher. In der letzten Runde drehte sie den Kampf zu ihren Gunsten und zog mit einem 11:8 Sieg in die nächste Runde der Besten 16 ein.

Hier traf sie auf die Marokkanerin Oumaima El Bouchti. Gegen sie hatte die Nettetalerin vor einigen Wochen beim President Cup in Marokko eine Niederlage im Halbfinale hinnehmen müssen. Gut eingestellt und mit voller Motivation ging Folgmann in den Kampf. Die marokkanische Kämpferin war stark mit der Faust und schaffte es immer wieder damit zu Punkten. Dagegen fand Folgmann nicht das richtige Mittel, schaffte es aber immer durch klare und gute Aktionen im Kampf zu bleiben. In der dritten Runde schaffte sie den Ausgleich zum 10:10. Sie drängte nun auf die Entscheidung mit vielen guten Aktionen, doch der Punkt wollte und wollte nicht fallen. In Quasi einer letzten Aktion prallen die beiden Athletinnen zusammen und die Punktrichter drücken einen Faust Treffer für die südafrikanische Kämpferin. Kurz danach war der Kampf vorbei und für die Sportstudentin die WM viel zu früh vorbei.

Sieg und Niederlage liegen häufig so eng zusammen, Freude oder Frustration ebenfalls. Es war ein Kampf auf Messers Schneide bei dem Folgmann die nötige Lockerheit ein wenig fehlte, um den Kampf dominanter zu gestalten. Es war mehr drin an diesem Tag in Manchester für Folgmann was die Niedergeschlagenheit nach dem knappen Ausscheiden noch größer macht. Der Gedanke eine Riesen Chance nicht genutzt zu haben hinterlässt eine Riesen Lehre in einem. Die Zweifel und die Gedanken ob es wieder so eine Gelegenheit geben wird überschlagen sich und ziehen einen Athleten runter.

Aber vielleicht sind es diese Erfahrungen die einen Athleten stark machen für die Zukunft, wenn man die richtigen Schlüsse daraus zieht und weiter an seinem Weg arbeitet. Es geht nicht darum wie viele Niederlagen man erleidet sondern wie oft man wieder aufsteht und weiter für sein Ziel kämpft.

Das aus im Achtelfinale bedeutet Platz 9 bei der Weltmeisterschaft und ist natürlich ein Rückschlag, aber keine Katastrophe. Es sollte an dem Tag in England nicht sein und die Vorbereitung und die Wettkämpfe müssen jetzt auf den Prüfstand. Was können wir besser machen, um stärker zurück zu kommen und die Lehre wieder zu füllen. Viel Zeit bleibt nicht, denn an Pfingsten steht der erste Grand Prix des Jahres in Rom an.

Madeline Folgmann ist da wo ist weil sie eine Kämpferin ist und schon viele Rückschläge verarbeitet hat. Sie wird zurückkommen und weiter für ihre Ziele kämpfen.