Grand Prix in Japan

Beim zweiten Grand Prix des Jahres im japanischen Chiba erkämpft sich Madeline Folgmann von der TG Nettetal den 9 Platz unter den 32 besten Athleten der World Taekwondo in ihrer Klasse bis 57 kg.

Mit dem Erreichen der Runde der Besten 16 war zwar das Minimalziel erreicht, aber wer die ambitionierte Nationalkämpferin und ihren Trainer Björn Pistel kennt, weiß das dieses Ergebnis sie nicht zufrieden stellt und sie höhere Ziele verfolgen.

Im ersten Kampf gegen Rafaela Araujo aus Brasilien, setzt sich Folgmann in einem intensiven Kampf am Ende mit variablen Treffern zum Kopf, zur Weste und mit der Faust, mit 10:9 durch.

In der Runde der Besten 16 traf Folgmann auf die an drei gesetzte Türkin Hatice Kubra Ilgun. Die Seenstädterin bot der späteren Siegerin des Grand Prix einen guten Kampf und hatte am Ende selbst das Gefühl, dass deutlich mehr drin gewesen wäre. Leider stand die Deckung nicht optimal, so dass die Türkin mit ihren Aktionen zu oft durchkam. Am Ende hieß es 8:15, nach einem hochkarätigen Kampf.

Leider war die Elektronik von KPNP wieder deutlich sensibler als beim GP in Rom, wo viele ähnliche Treffer, wie sie von der Türkin zum Teil auf der Deckung waren, keine Wertung gebracht haben. Hier wäre es wünschenswert dies im Vorfeld zu erfahren wie die Elektronik funktioniert oder eingestellt ist. Da dies schon einen maßgeblichen Einfluss auf die Kampfführung hat, gerade für die Athleten, die am ersten Tag dran sind und sich noch nicht einstellen konnten.

Nach der Sommerpause war dies das erste Turnier für die Olympiakader Athletin. Auf die gebotene Leistung lässt sich für die kommenden Aufgaben aufbauen. Trainer Pistel war im Besonderen mit der gesteigerten Variabilität und der Gefährlichkeit zum Kopf zufrieden. Daran haben wir in diesem Jahr viel und intensiv gearbeitet und dies zeigt sich auf der Fläche. Gegen Ilgun hatte Folgmann einige gute Aktionen zum Kopf die ihr Ziel nur ganz knapp verfehlten, oder keine Wertung brachten. An einem optimalen Tag kommt die Wertung und es kann am Ende anders ausgehen.

Chiba war ein Meilenstein auf dem weiteren Weg. Das erste Mal im Land der aufgehenden Sonne zu kämpfen, welches zugleich Austragungsort der Olympischen Spiele im nächsten Jahr ist, war Inspiration und Erlebnis zugleich. Dies setzt wieder neue Energien frei für die nächsten Wochen und Monate des Trainings.

Das nächste sportliche Event sind die Polish Open.