Folgmann beim Grand Prix Finale in Moskau

Für die 22-jährige Madeline Folgmann von der TG Nettetal hieß es am Wochenende, ab nach Moskau zum finalen Grand Prix. Dieses Highlight war das letzte Turnier für sie, dieses Jahr auf der Wettkampffläche.
Im harten vor olympisches Jahr schafft Folgmann als einzige Deutsche Athletin den Sprung in die Top 16 der Welt. Sie ist stolz, zum dritten Mal in Folge die deutschen Farben bei einem Finalen Grand Prix vertreten zu dürfen. Dies ist Ausdruck ihrer Konstanz, die sie seit ihrem Wechsel in die Seniorenklasse vor 4 Jahren an den Tag legt.

In ihrem ersten Kampf traf sie, wie bereits im vergangenen Jahr beim Finale in Fujairah, auf die Türkin Irem Yaman. Bei dem G8 Turnier ist jeder Kampf sofort ein Finale auf höchstem Niveau, in denen den Kontrahenten alles abverlangt wird.

Folgmann hat sich intensiv die letzten Wochen auf das Finale vorbereitet und ging positiv in Moskau an den Start. Sie weiß, dass sie in dem elitären Starterfeld einen top Tag benötigt, an dem alles stimmen muss. Folgmann hat sich in diesem Top-Athleten Feld etabliert und gehört dorthin.

In der ersten Runde macht sie gegen die groß gewachsene Türkin alles richtig und hält diese mit ihrem vorderen Bein in Schach. Das 0:0 nimmt sie mit in die zweite Runde. Hier macht sie konsequent und konzentriert richtig gut weiter, muss aber bei einer Aktion einen Kopftreffer zum 0:3 hinnehmen. Es bleibt in der Folge spannend und der Kampf scheint zu kippen.  Folgmann kommt mit ihren Angriffen nicht richtig durch und viele Versuche verpassen ihr Ziel nur knapp. Sie hätte in der letzten Runde noch mutiger sein müssen, erläutert die Studentin nach dem Kampf, den sie, nachdem sie am Ende aufmachen musste, mit 0:8 verlor.
Es war ganz klar eine viel bessere Leistung als im vergangenen Jahr. Wer die ambitionierte Nettetalerin kennt, weiß, dass sie damit nicht zufrieden ist.

Es war das letzte Turnier, zu dem nur die „Creme de la Creme“ des Taekwondo Sports eingeladen worden ist. Madeline Folgmann gehört seit drei Jahren fest zu diesem Kreis und kam natürlich auch der Einladung der WT zur Gala im Anschluss des Finalen Grand Prix nach, bei dem unter anderem die besten Athleten gekürt werden.

Ein nicht ganz gelungener Abschluss für Folgmann eines harten Jahres, das nicht ganz nach ihren Vorstellungen gelaufen ist. Sie hatte sich im Besonderen bei der WM, der extra Euro in Bali und den Grand Prix Serien mehr vorgenommen. Aber es lief einfach nicht. Auch das bringt einen Athleten in seiner Entwicklung weiter und macht ihn mental stärker und für die kommenden Aufgaben gewappnet.

Die Seenstädterin lässt das Jahr 2019 hinter sich und blickt optimistisch ins neue Jahr, in dem sie mit neuem Elan wieder angreifen und durchstarten möchte.