Topathletin Madeline Folgmann - ein Rückblick auf 2021

Das Jahr 2021 startete für Folgmann nach langer, Pandemie bedingter Wettkampfpause mit einem herben Rückschlag, als sie ihr Euro-Ticket durch eine Niederlage gegen Dauerkontrahentin Julia Ronken nicht lösen konnte. Dass nur ein einziger Kampf über die Nominierung entschied, war hart, aber Folgmann musste akzeptieren, dass sie das erste Mal seit Jahren nicht bei einer WM oder EM Deutschland in der Gewichtsklasse bis 53kg vertrat. Bei den folgenden Sofia-Open gab sie eine schlagkräftige Antwort. Sie sicherte sich die Bronzemedaille und unterstrich ihre internationale Konkurrenzfähigkeit. Die Euro musste sie dennoch aus der Ferne verfolgen und wer Folgmann und ihren unbändigen Ehrgeiz kennt, weiß, wie sehr es an der Top Athletin nagte. Die Nettetalerin blieb dran und arbeitete mit viel Einsatz auf die weiteren Meisterschaften hin. Bei den Deutschen Meisterschaften in den Olympischen Gewichtsklassen erkämpfte sie sich Platz 3 und international insgesamt 6x den 5. Platz. Der richtige Durchbruch blieb jedoch aus und man blieb unter den Erwartungen, die man sich in den letzten Jahren durch Top-Leistungen und eine stete Leistungskonstanz aufgebaut hat. Dabei lag es nicht an mangelndem Einsatz, sondern an vielen Faktoren, die dazu beigetragen haben, warum es in diesem Jahr einfach nicht rund lief. Faktoren wie neue starke internationale Konkurrenz in der 53kg-Klasse, Wettkampfpech in engen Kämpfen und Pandemie bedingt schwierige Wettkampfplanung sind natürlich Erklärungshilfen, jedoch können wir an diesen Faktoren selber nichts ändern“, erklärt Trainer Björn Pistel und führt weiter aus, „Wir mussten uns auf uns selber konzentrieren und versuchen den Knoten zu lösen, top vorbereitet zu jedem einzelnen Event zu sein und uns durch Erfolge wieder herankämpfen und das nötige Selbstbewusstsein wieder aufbauen. Wenn man sich einmal in einem solchen Strudel befindet, verliert man sehr viel Energie, bei den Anstrengungen gegen den Strudel anzuschwimmen. Das wichtigste ist es den Weg aus dem Strudel zu finden, anstatt gegen ihn anzuschwimmen.“ Bei ihrem letzten Einsatz für die Deutsche Nationalmannschaft in diesem Jahr bei den Bosnien-Open erkämpfte sich Folgmann dann wieder einen Podestplatz mit Platz 3 und fühlte sich sehr gut vorbereitet für die geplanten Deutschen Meisterschaften Ende November. Diese wurden dann leider vom Verband, völlig unverständlich, abgesagt. Eine im Dezember abgehaltene Leistungsdiagnostik am Olympia Stützpunkt in Köln attestierte Folgmann ein hervorragendes Leistungslevel. Dafür hat die Sportstudentin im Training hart gearbeitet in diesem Jahr, um zu alter Stärke zurück zu finden. Zudem hat sie ihre duale Karriere vorangetrieben, nach ihrer Abschlussarbeit den Bachelor of Arts der Sportwissenschaften mit Bravur abgeschlossen und mit ihrem Masterstudium an der Sporthochschule Köln begonnen.

Von einem gebrauchten Jahr zu reden, wäre falsch, es war ein schwieriges Jahr, wie es jeder Athlet in seiner Karriere kennt und meistern muss auf seinem Weg. Immer mit dem Wissen, dass die vergangenen Erfolge einem niemand nehmen kann und man frei an neuen Zielen arbeiten kann. Neue Voraussetzungen erfordern neue Handlungsweisen und ein stetes justieren.

Aktuell steht Madeline Folgmann in der Weltrangliste auf Position 6 und ist damit weiterhin eine der am besten platzierten Athleten in ganz Deutschland über alle Gewichtsklassen und die Nummer 1 in der Klasse bis 53kg. Zudem startet sie topfit ins neue Jahr, was ihre Leistungswerte beim derzeitig Bundeskaderlehrgang in Nürnberg, bei dem sie seit dem 2. Januar ist, unterstreichen. Beides sind gute Faktoren und Grundlagen für den Start in das Wettkampfjahr 2022.

„Das Ziel ist einfach formuliert, jeden Kampf gewinnen, der kommt. Sollte dies gelingen, denken wir wieder an größere Ziele wie die Teilnahme an EM und WM oder Olympia. Natürlich sind große Sportveranstaltungen die Triebfeder und auch die Ziele von unzähligen Athleten, so auch von uns, aber die Teilnahme geht nur über gewonnene Kämpfe bei nationalen wie internationalen Turnieren. Daher liegt der Fokus immer auf dem nächsten Kampf, weniger auf dem großen Ziel. Das vergangene Jahr hat verdeutlicht, das Erfolg trotz Einsatz und Leistung kein Selbstläufer ist und man mit Demut weiter am Erfolg arbeiten muss. Ich freue mich auf die Herausforderungen, die im Jahr 2022 auf mich warten“, erklärt Madeline Folgmann.

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